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SRZ setzt auf Menschlichkeit statt seelenlose Automatisierung
Unternehmenskultur als Grundlage erfolgreicher KI-Einführung. Markus Wenig im Interview.

In diesem Praxisbericht möchten wir Ihnen ein Unternehmen vorstellen, das gar keine Digitalisierungsunterstützung benötigt, aber doch eine spannende Reise gemacht hat. An der Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Medien ist das Satz-Rechen-Zentrum Hartmann + Heenemann GmbH & Co. KG nach Worten des Geschäftsführers ein Veredler von Informationen. Der Datendienstleister bietet Konvertierung allerlei Dokumente an.
Geschäftsführer Markus Wenig erzählt: „Was uns auszeichnet, ist, dass wir in engem Kontakt mit unseren Kunden arbeiten, weil wir sehr spezielle Anforderungen erfüllen.
Das zieht sich komplett durch die Teams, fast alle haben Kundenkontakt, weil wir versuchen uns durch die Spezialisierung abzuheben.“
Welche Bandbreite die Prozessbegleitung durch das Zukunftszentrum haben kann, zeigt der Verlauf dieses Falls. Normalerweise kommen Betriebe mit einem Thema zu uns: Künstliche Intelligenz!
Bei SRZ war es ein bisschen anders. Markus erzählt: „Das Zukunftszentrum ist auf uns zugekommen! Denn wir digitalisieren ja andere!“
Über einen persönlichen Kontakt hat Markus das Zukunftszentrum kennengelernt, und manchmal sind es dann wir, die unbedingt mit einem Unternehmen zusammenarbeiten wollen. So ging es beim SRZ unserer Kollegin Barbara Kozok: „Wir waren so begeistert vom SRZ. Von Anfang bis Ende. Wir waren der Meinung, da machen wir was!“
Als erfahrene Beraterin und Facilitatorin weiß Barbara, dass die tatsächlichen Bedarfe von Unternehmen nicht immer sofort sichtbar sind. Ihre bevorzugte Methode ist das wertschätzende Erkunden. Darüber hat Barbara schon in so manchem Unternehmen interessante Schätze gehoben. So auch beim SRZ!
Markus: „Durch Barbaras Begleitung haben wir festgestellt, dass die Beratung zu Unternehmenskultur einen wunden Punkt trifft. Wir wollen ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, das beginnt schon auf Team-Ebene. Ich möchte, dass die Leute stolz darauf sind beim SRZ zu arbeiten!“
Markus ist seit zwei Jahren alleiniger Geschäftsführer bei SRZ. Seit er übernommen hat, weht ein anderer Wind: „Ich führe generell partizipativ. Um partizipativ zu führen, müssen die Leute wissen, wo wir hinwollen. Dazu muss jeder Mitarbeiter wissen, wie er in das Gesamtkonzept SRZ reinpasst. Dann kann man sehr viel Eigenverantwortung zulassen, und die Teams können aus sich heraus lernen und Spaß an der Arbeit haben. Wenn wir Schrauben herstellen würden, würde ich anders führen, das tun wir aber nicht. Ich will, dass sich Ideen entwickeln können.“
Barbara bemerkt: „Das muss bei den Leuten auch erstmal ankommen. Das Team muss das auch wirklich sehen. Deswegen planen wir noch einen Workshop zu Kommunikation, dabei soll es um Grundlagen wie das 4-Ohren-Modell gehen, aber auch um wertschätzendes Feedback.“
Auch Markus ist klar, dass man partizipative Führung erlebbar machen muss. Er hat daher mehrere Kommunikationskreise eingerichtet und schaut in allen Bereichen vorbei und dort wird darüber geredet, wo sie stehen und wo es offene Fragen gibt. Sein Ansatz: Engmaschig, regelmäßig, transparent!
Auch wenn die Beratung jetzt also nicht zu unserem Topthema KI lief, ist auch für Markus klar, an KI führt kein Weg vorbei. Doch im Gegensatz zu vielen anderen will er die Einführung nicht einfach überstürzen und kopflos einem Hype hinterherrennen. Ihm ist die Unternehmenskultur und der gemeinsame Weg wichtig.
Im SRZ finden schon jetzt regelmäßige KI-Kaffeekränzchen statt, in denen auf unterschiedlichen Ebenen Erfahrungen im Einsatz von KI-Tools geteilt und Planungen für den weiteren Ausbau diskutiert werden.
Das große Narrativ der Effizienzsteigerung kennt Markus natürlich auch, doch er vertritt hier eine ungewöhnliche Haltung: „Das Thema ‚Effizienzsteigerung durch KI‘ gehen wir auch schon an. Wichtiger ist uns aber die Beschleunigung von Produktentwicklungen und die Erhöhung der Qualität. Effizienzsteigerung ist eine Philosophie, die ich intrinsisch motivieren und nicht allein auf Software abwälzen möchte. Wir haben sehr flache Hierarchien, jeder darf mit seinen Ideen in mein Büro kommen, wenn die Tür offensteht.
Wir bedanken uns für das schöne Interview!

Markus Wenig
Markus Wenig ist Geschäftsführer des Berliner Satz-Rechen-Zentrums Hartmann + Heenemann (SRZ) und seit mehr als 25 Jahren im Unternehmen tätig.
Der Diplom-Wirtschaftsingenieur begleitet seit vielen Jahren die digitale Transformation von Dokumenten und Geschäftsprozessen.
Das Interview führte Francesca Hermani vom Zukunftszentrum Berlin