
Ein Sozialunternehmen mit mehreren Standorten wollte den Wissensaustausch verbessern und Mitarbeitende bei digitalen Veränderungen unterstützen. In einer mehrteiligen Workshopreihe wurden Herausforderungen rund um Wissensmanagement, Kommunikation und Zusammenarbeit sichtbar gemacht und gemeinsam bearbeitet. Die Kopfstandmethode diente dabei als Einstieg in einen gemeinsamen Lern- und Veränderungsprozess.
Ausgangslage
Das Unternehmen arbeitete an mehreren Standorten mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Teams. Zwischen den Abteilungen bestand nur begrenzter Austausch, gleichzeitig unterschieden sich Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit digitalen Werkzeugen deutlich. Ziel war es, den Wissenstransfer zu verbessern, die interne Kommunikation zu stärken und digitale Arbeitsweisen im Unternehmen weiterzuentwickeln.
Vorgehen
Phase 1
Erfahrungen und Bedarfe sammeln
Zu Beginn tauschten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Gesprächsformaten über ihre Erfahrungen mit Wissensmanagement und Zusammenarbeit aus. Dabei wurden Herausforderungen, Frustrationen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar.
Phase 2
Einsatz der Kopfstandmethode
Die Teilnehmenden arbeiteten mit der Frage, wie Wissensmanagement möglichst schlecht umgesetzt werden könnte. Die gesammelten Beispiele machten Hindernisse, problematische Routinen und bestehende Schwierigkeiten sichtbar.
Phase 3
Herausforderungen vertiefen
Die identifizierten Themen wurden gemeinsam reflektiert und eingeordnet. Dabei zeigte sich, dass viele Herausforderungen weniger technischer Natur waren, sondern vor allem organisatorische und strukturelle Ursachen hatten.
Phase 4
Maßnahmen entwickeln
Auf Grundlage der Erkenntnisse wurden Verbesserungsmöglichkeiten gesammelt und priorisiert. Daraus entstanden erste Vorschläge zur Weiterentwicklung des Wissensmanagements und der gemeinsamen Arbeitsweisen.
Ergebnisse
- Gemeinsames Verständnis von Wissensmanagement entwickelt.
- Zentrale organisatorische und strukturelle Herausforderungen sichtbar gemacht.
- Unterschiedliche Erwartungen und Begriffsverständnisse geklärt.
- Arbeitsgruppe zum Wissensmanagement gestärkt.
- Vorgehen zur Überarbeitung der gemeinsamen Ordnerstruktur entwickelt.
- Empfehlungen für die Geschäftsführung formuliert.
Learnings
Viele Herausforderungen wurden zunächst dem Wissensmanagement zugeschrieben, erwiesen sich im Verlauf der Workshops jedoch als organisatorische und strukturelle Themen. Die Beteiligung unterschiedlicher Bereiche half dabei, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Gleichzeitig zeigte sich, dass Veränderungsprozesse ausreichend Zeit, Beteiligungsmöglichkeiten und einen kontinuierlichen Austausch benötigen, um nachhaltige Wirkung zu entfalten.