Wie gelingt gute Zusammenarbeit im Ausbildungsalltag zwischen Werkstatt, Baustelle und Betrieb?

Die Werkstück Raumgestaltung und Versorgungstechnik GmbH ist ein spezialisiertes Handwerksunternehmen im Baubereich, das umfassende Leistungen aus einer Hand bietet. Von der Elektrik bis zum Dach übernehmen die erfahrenen Mitarbeitenden sämtliche Arbeiten rund um Renovierung, Umbau und Modernisierung.

Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen stark in der Nachwuchsförderung und bildet in mehreren handwerklichen sowie kaufmännischen Berufen aus. Dazu zählen Anlagenmechaniker*innen, Dachdecker*innen, Elektroniker*innen, Maler*innen, Klempner*innen sowie Kaufleute für Büromanagement. Bei Werkstück gibt es eine neue Rolle in der Ausbildung: die Praxisanleiter. Das sind erfahrene Fachkräfte, häufig Gesellen, die tagtäglich mit den Auszubildenden auf der Baustelle sind und sie anleiten sollen. Gesellen haben schon einiges gelernt und sind Spezialisten in ihren Berufen. Doch was bedeutet es, das eigene Wissen weiterzugeben? Warum entsteht manchmal das Gefühl, dass man nicht verstanden oder dass nicht zugehört wird?  Wird Arbeit von jungen Menschen heute anders verstanden und gelebt?

Dies sind einige der Fragen, die uns von der Ausbildungskoordinatorin Jessica Paul vor unserem Workshop mitgegeben wurden. Wie die jungen Leute von heute (… oder doch von gestern?) sagen würden: Challenge accepted!

Anna Gabai und Diana Woltersdorf aus unserem Team haben einen Workshop konzipiert und durchgeführt. Wir haben mit einem kurzen, dialogischen Input zu Kommunikationsmodellen die unterschiedlichen Ebenen der Ansprache verdeutlicht, vor allem im beruflichen Kontext. In einem zweiten Schritt haben wir gemeinsam über die verschiedenen Generationen gesprochen, die heute in einer Arbeitsstelle aufeinandertreffen könnten – von den „Boomern” bis zur „Gen Z”. Hierbei ging es nicht um die Bestätigung von Klischees, sondern darum, zu verdeutlichen, wie Geschichte, Erfahrungen und Gesellschaft Menschen, die in derselben Generation geboren wurden, prägen – nicht nur auf individueller, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene und im beruflichen Kontext.

In einer zweiten Phase haben wir mithilfe agiler Arbeitsmethoden wie „1-2-4-All“ und „Start-Stopp-Weitermachen“ die gelernten Inhalte auf den Arbeitsalltag von Werkstück übertragen und festgestellt, dass bereits viele positive Ansätze erfolgreich gelebt werden. Darüber hinaus wurden vielversprechende und praktikable Ideen für die Zukunft formuliert.

Da wir mit einer Gruppe motivierter und pragmatischer Menschen gearbeitet haben, haben wir in der dritten Phase unseres Tages die Methode Lego® Serious Play® benutzt. Dabei werden Lego-Modelle als Werkzeug genutzt, um komplexe Themen strukturiert zu visualisieren, Gedanken zu konkretisieren und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. So konnten wir systematisch erarbeiten, wie Auszubildende optimal angeleitet werden, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Autonomie, Feedback und Arbeitsanforderungen zu gewährleisten.

Es war ein kurzweiliger und bereichernder Tag. Wir bedanken uns sehr bei Werkstück für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit!

Beitrag von Anna Gabai

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