21Mai2026
  • 21.05.2026 - 10:00-15:00 Uhr - in Präsenz: Haus der Digitalisierung – Einstein Center Digital Future (ECDF), Wilhelmstraße 67, 10117 Berlin

Diversity unter Druck?! KI menschenzentriert gestalten

Wenn künstliche Intelligenz Einzug in Organisationen hält, wird Diversity Management zum entscheidenden Faktor: Welche Perspektiven fehlen in Daten, Teams und Prozessen – und wie können sie gestärkt werden? Die Veranstaltung verbindet beide Felder und zeigt, wie Vielfalt zum Ausgangspunkt guter KI‑Gestaltung wird. Wir bringen Perspektiven zusammen: Das Zukunftszentrum Berlin und Internationale Gesellschaft für Diversity Management (idm e.V.) .


Programm

09:30 Willkommenskaffee & Ankommen

10:00 Start & Begrüßung durch das Zukunftszentrum Berlin & idm e. V.

Diana Woltersdorf, Zukunftszentrum Berlin, Fachbereichsleitung, Arbeit und Leben Berlin‑Brandenburg gGmbH &
Türkân Deniz Roggenbuck, Agentur für Diversität und Transkulturalität, Vorstand idm e. V.

10:20 Eröffnungsinput

„KI menschengerecht gestalten – Diversity by Design!“

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Berlin (LADS) hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie möchte nicht nur diskriminierende KI‑Systeme in der öffentlichen Verwaltung von Anfang an verhindern, sondern auch aktiv dazu beitragen, die technologischen Potenziale für Diversität und eine „Kultur der Wertschätzung von Vielfalt“ zu heben. Das Projekt „Fair und Vielfältig“ war geboren. Wir stellen vor, welche konkreten Ansatzpunkte warum vielversprechend erscheinen, welche Lösungsansätze bislang welche Ergebnisse hervorbringen und Gestaltungsspielräume für Diversität eröffnen konnten und wo noch Herausforderungen bestehen, um von „Diversity unter Druck“ zu „Diversity by Design!“ zu gelangen.

Elena Kalogeropoulos ist Politik- und Organisationsberaterin und beschäftigt sich bei iRights.Lab insbesondere mit den Themen KI und algorithmenvermittelte Diskriminierung, innovative Verwaltung und organisationale Entscheidungsprozesse. Sie ist auch Gründerin von E K & the good lab Netzwerks.

Dr. Matthieu Binder ist Jurist bei iRights.Lab und arbeitet zu rechtlichen, ethischen und politischen Fragen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und algorithmischen Entscheidungssystemen.

11:00 Wechsel in parallele Workshops

11:05 Workshops

(1) Wie kann KI im Unternehmen transparent(er) gestaltet werden?

Die technische Hilfe durch KI hat ihren Preis: KI-Systeme entscheiden nicht neutral – sie reproduzieren Verzerrungen aus Daten, Algorithmen und Prozessen. Das Problem ist nicht nur technisch, sondern liegt auch in Organisationsstrukturen und bei den Beschäftigten. Der Workshop nutzt Vielfaltsperspektiven, um Verzerrungen sichtbar zu machen und fairere KI Prozesse zu gestalten und zeigt: Transparenz ist auch eine Frage von guten Prozessen und qualifizierten Beschäftigten, nicht nur von Technik.

Prof. Dr. Katharina Simbeck, HTW Berlin, Leiterin der Arbeitsgruppe Informatik und Gesellschaft. Schwerpunkte: Fairness und Bias in KI-Systemen, erklärbare KI sowie -Anwendungen in HR Analytics und Learning Analytics.

Dr. Yannick Kalff, HTW Berlin, Arbeitsgruppe Informatik und Gesellschaft.
Schwerpunkte: Transparente KI-Systeme, Mensch Technik Interaktion, Bias und die organisationalen Auswirkungen von KI.

(2) Verantwortungsvoll handeln mit KI? Für einen kritischen Umgang mit generativer KI in Organisationen

Generative KI wird in vielen Organisationen mittlerweile selbstverständlich eingesetzt, oft ohne klare Richtlinien für ihre Nutzung. Der Workshop widmet sich der Erstellung von Richtlinien für die verantwortungsvolle Nutzung von generativer KI. Diskutiert werden mögliche partizipative Prozesse zur Entstehung von KI‑Richtlinien für Organisationen sowie die von AlgorithmWatch erarbeiteten Prinzipien, die aus einer diskriminierungssensiblen Perspektive beleuchtet werden.

Pia Grundmann ist Managerin Education and Democracy bei AlgorithmWatch und verantwortlich für Bildungsformate und Demokratieprojekte. Sie arbeitet zur gesellschaftlichen und demokratischen Einordnung von KI‑ und algorithmischen Systemen.

Ingrid Woods ist Senior Campaign Managerin bei AlgorithmWatch. Sie arbeitet seit 10 Jahren an der Schnittstelle von Technologie und Politik, sowohl für den öffentlichen als auch für den gemeinnützigen Sektor.

12:15 Ausblick auf den Nachmittag

12:30 Mittagspause mit Netzwerken & Demo‑Room / Führung Runde I

Der Demo‑Room des Einstein Center Digital Future macht digitale Innovation unmittelbar erlebbar. Er zeigt Forschungsprototypen aus Bereichen wie Interaktionsdesign, sensorbasierte Interfaces, E‑Textiles und Assistenztechnologien und eröffnet Einblicke in aktuelle Entwicklungen der angewandten KI‑ und Technologieforschung.

13:10 Parallele Workshops

(3) Generationenmix & KI: Wie Vielfalt Orientierung bei neuen Technologien schafft

Wenn neue KI-Technologien in Organisationen einziehen, verändern sich Rollen, Kommunikationslogiken und Entscheidungsprozesse. Unterschiedliche Generationen bringen dabei eigene Werte, Erfahrungen und Arbeitsstile ein – ein Spannungsfeld, das Reibungen erzeugt, aber auch Orientierung und Innovationskraft freisetzen kann. Der Workshop zeigt, wie generationenübergreifende Zusammenarbeit hilft, KI-bezogene Veränderungen besser einzuordnen, Missverständnisse zu reduzieren und Vielfalt als Ressource für klarere, fairere Prozesse zu nutzen.

Dr. Irène Kilubi – promovierte Wirtschaftsingenieurin, Unternehmerin und Initiatorin von JOINT GENERATIONS. Schwerpunkte: generationsübergreifende Zusammenarbeit, Diversity & Community Building sowie Corporate Influencer Strategien. Sie ist Hochschuldozentin, Expert Advisor für den European Innovation Council Accelerator und eine mehrfach ausgezeichnete Keynote Speakerin, Preisträgerin des idm‑Preises für Diversity Management 2025.

(4) Neurodivergenz trifft KI: Warum Organisationen an ihren eigenen Denkweisen scheitern

KI verspricht bessere, schnellere und objektivere Entscheidungen – doch oft verstärkt sie genau jene Denk- und Bewertungsmuster, an die Organisationen bereits gewöhnt sind. Was Effizienz verspricht, kann dazu führen, dass Routinen verfestigt und Abweichungen ausgeblendet werden. Unterschiedliche Denk‑ und Wahrnehmungsweisen finden dabei weder im Diversity Management noch in KI‑bezogenen Entscheidungsprozessen ausreichend Beachtung. Statt „Best Practices“ zu präsentieren, wird aus einer 180°‑Perspektive sichtbar, wie Denk‑ und Entscheidungsroutinen wirken – und wie KI sie verstärkt. Mit konkreten Beispielen und reflektierter Einordnung wird deutlich, warum neurodivergente Perspektiven ein hilfreicher Prüfstein für KI‑Prozesse in Organisationen sind.

Elias Kouloures ist KI‑Berater mit internationaler Erfahrung an der Schnittstelle von Technologie, Organisation und Gestaltung. Seine Arbeit ist geprägt durch eine reflektierte neurodivergente Perspektive auf organisationale Denk‑ und Entscheidungsprozesse.

14:20 Kurze Kaffeepause und Zusammenkommen zum Netzwerkforum.

14:30 idm‑Netzwerkforum: Perspektiven auf KI, Bias & Diversity Management – und wie weiter?

Strategischer Netzwerkausklang im Plenum: Austausch zentraler Erkenntnisse, Bündelung gemeinsamer Fragestellungen und Anbahnung weiterer Kooperationen im Kontext von KI, Bias und Diversity Management.

Moderation: Christian Raschke, Vielfalt gestalten, idm‑Vorstand

Im Anschluss: Demo‑Room / Führung (Runde II)

Die Veranstaltung vereint fachliche Impulse, Vernetzung und praxisnahen Austausch. Teilnehmende nehmen neue Perspektiven auf KI mit, teilen Erfahrungen und entwickeln gemeinsam konkrete Anschlussmöglichkeiten, wie Vielfalt die Qualität, Akzeptanz und Wirksamkeit von KI‑Anwendungen in Organisationen verbessern kann.


Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Diversity Management und KI‑Entwicklung zusammen denken möchten:

Fach‑ und Führungskräfte, Diversity‑Verantwortliche, Personalbeauftragte, Interessenvertretungen, KI‑, Organisationsberatende, sowie Partnerschaften aus Wissenschaft und Praxis.

Nutzen Sie die Veranstaltung, um Ihr Netzwerk zu erweitern, Kooperationen anzubahnen und Ansätze aus KI‑ und Diversity‑Arbeit miteinander zu verbinden.

Das Programm wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Die Anmeldung ist kostenfrei.


Veranstaltungsort & Führungen zum Demo Room

Das Einstein Center Digital Future (ECDF) ist ein interdisziplinäres Zentrum der Berliner Digitalisierungsforschung. Der Demo Room macht digitale Innovation unmittelbar erlebbar.

Er zeigt Forschungsprototypen aus Bereichen wie Interaktionsdesign, sensorbasierten Interfaces, E‑Textiles und Assistenztechnologien und eröffnet Einblicke in aktuelle Entwicklungen der angewandten KI‑ und Technologieforschung.

Eine Kooperationsveranstaltung mit:

idm Logo

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Kontakt & Termin

Sie erreichen uns Montag bis Freitag unter Telefon +49 (30) 4174986-31.

Oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

Informationen zur Datenweitergabe

Wir geben Ihre Daten an die Projektpartner Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH, Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg DGB/VHS e.V. und Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH weiter. Die Weitergabe der Daten ist für die Verarbeitung Ihrer Anfrage erforderlich. Eine darüber hinausgehende Nutzung der Daten findet nicht statt.

Terminvereinbarung

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin – im Zukunftszentrum, im Betrieb oder telefonisch. So wie es für Sie praktisch ist.

Bitte schreiben Sie hierfür Ihr Anliegen in den Textkasten. Ergänzen Sie bitte auf welchem Weg Sie kontaktiert werden möchten und wann Sie telefonisch erreichbar sind.

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen!